Terrassenüberdachung und ihre Wasserauffangsysteme

Damit ein Wasserauffangsystem perfekt funktioniert, muss der Winkel zwischen Auffangsystem und Dach exakt sein, sonst wird das Regenwasser in die falsche Richtung abgeleitet. Daher ist es wichtig, eine Mindestneigung von elf Zentimeter pro laufenden Meter zu berücksichtigen.

Eine Terrassenüberdachung soll wie ein „kleiner Schutzschild“ fungieren, der vor Witterungseinflüssen, wie z. B. Regen, Schnee, Sonne, Wind und Hagel schützen soll. Aber was ist die mit dem Wasser? Bei einigen Terrassen ist es sicher nicht nötig, einen Ablauf oder Überlauf zu haben. Doch die meisten brauchen einen.

Die Vorteile sind klar ersichtlich. Das so gewonnene Wasser kann weiterverwendet werden. Das spart über längere Sicht einiges an Frischwasser ein.

Überlauf und Ablauf?

Der Überlauf schützt davor, das Regenwasser nicht alles überflutet. Der Ablauf lässt das Wasser gezielt dorthin abfließen, wo es keinen Schaden anrichtet. Das kann in einen Wassertank sein oder auch in ein Teich oder Kanal. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Die Ablaufrinne muss dem Dach angepasst sein. Dies betrifft sowohl den Winkel des Daches als auch den Durchmesser der Rinne. Nur so kann eine effiziente Ableitung des Wassers vom Bauwerk gewährleistet werden.

In erster Linie schützt es vor Korrosion, in zweiter Linie vor Unterspülung von Bauwerken und der Bildung von Stauwasser.

Tonnen oder Container?

Eine Regentonne ist nicht nur umweltschützend, sondern auch praktisch und spart Geld. Bei Containern ist das ebenfalls der Fall. Diese haben den Vorteil, dass sie nicht so leicht überlaufen. Eine Regenrinne ist quer am Dach montiert, sodass das Regenwasser mittels Schwerkraft leicht abfließen kann. Es ist unerheblich, ob diese halbrund oder rechteckig geformt sind. Die Geister scheiden sich diesbezüglich. Beide Varianten enden letztendlich in einem Fallrohr oder einer Fallleitung.

Einige Fallrohre haben bewegliche Klappen, sodass beim Befüllen der Tonne oder des Containers ein Überlaufen verhindert wird. Leichte Handhabung ist garantiert, da der Umlauf in den Abfluss (Fundamentfuß) dann wieder frei gegeben wird.

Wassersparen!

Warum sollte ein Wassersystem Geld sparen? Ganz einfach: Sie beugen vor und gewinnen eine wichtige Ressource – nämlich Regenwasser, das Sie für viele unterschiedliche Anwendungen nutzen können. Sei es, um Pflanzen zu gießen, Autos, Fahrräder, Scooter zu waschen oder Beton damit zu mischen. Regenwasser eignet sich auch hervorragend zur Bewässerung des Gartens.

Anschlüsse

Bei Fallrohren können Sie auch kreativ werden. Eine Rinne als Bachlauf verwenden oder Ablaufketten anbringen. Bei den Konstruktionen muss ein reibungsloser Ablauf gewährleistet sein. Das gilt auch bei Rückstau.

Gesetzliches und Vorschriften

In Deutschland schreibt das Wasserhaushaltsgesetz vor, Regenwasser und Schmutzwasser zu trennen. Das muss auch beim Terrassendach eingehalten werden. Bei den meisten Dächern wird das Regenwasser ins Erdreich abgeleitet. Sollten sie Fragen haben, so können Sie sich an das zuständige Bauamt wenden.

Ein direkter Anschluss an die Kanalisation ist verboten. Wenn alle Haushalte ihr Regenwasser direkt in die Kanalisation leiten, wird diese überflutet. Das Regenwasser darf aufgefangen werden und weiterverwendet werden. Dieses darf mit Regenwassertonnen oder Tanks aufgefangen werden. Bei starken Regenfällen muss ein Überlaufschutz eingeplant und installiert sein, um nachströmendem Wasser den Ablauf ins Erdreich oder den nächsten Teich zu ermöglichen.