Schwedenfeuer selber bauen- ideal an kalten Wintertagen

Das bekannte Schwedenfeuer kam mit dem Dreißigjährigen Krieg nach Deutschland- das Gute daran war, dass die schwedischen Soldaten kein Feuerholz extra tragen mussten, sondern einfach das überall vorhandene Holz aufschlugen. Man macht es klassischerweise aus Nadelhölzern, wie zum Beispiel Tanne, Kiefer oder Fichte. Daher auch die bekannten Synonyme Finnenkerze und Baumfackel.

Schwedenfeuer wird ein Holzstamm mit bis zu 120 Zentimetern Länge und bis zu 50 Zentimetern Durchmesser genannt. Das Besondere daran- man schneidet den Stamm ein und das Feuer brennt von innen heraus. Dieses Feuer hat eine Brenndauer von bis zu sechs Stunden.

Welches Material bzw. welche Holzart ist dafür geeignet?

Eigentlich sind alle Holzarten verwendbar. Will man lieber Laubholz verwenden, kann man auch Buche, Eiche oder Ahorn verwenden. Diese Feuer brennen aber nicht so schön wie Nadelholz und produzieren mehr Rauch. Da im Stamm der Hochofeneffekt herrscht, kann man natürlich auch gerade eben abgeschlagenes Holz für das Schwedenfeuer verwenden, jedoch ist dies schwerer anzündbar- brennt dafür aber länger.

Eines ist aber wichtig: trockenes Holz lässt sich schneller anzünden und brennt besser. Man sollte aber vorsichtig sein, denn bei trockenem Holz kann es zu Funkenflug kommen und damit zu Verletzungen.

DIY- Schwedenfeuer selber machen

  • Baumstamm- Höhe: 50-100 Zentimeter, Durchmesser 20-50 Zentimeter
  • Kopfschutz inklusive Schutzbrille
  • Schutzschuhe und Arbeitshandschuhe
  • Säge (Kettensäge, Fuchsschwanz oder Schrotsäge)
  • Bohrer
  • Anzünder

Anfangs ist es besser einen kleineren Durchmesser von circa 30 Zentimetern zu nehmen. Danach sollte man von oben nach unten kreuzförmig (oder sternförmig, rautenförmig) einsägen, wobei ein Sockel von circa zehn Zentimetern bleiben soll. Ebenso nützlich ist es, eine Mulde in die Mitte der Fackel zu machen, da man hier den Grillanzünder oder die Glut einsetzen kann.

Zum Schluss legt man den Anzünder in die Mulde. Das Wichtigste beim DIY- man sollte auf eine nicht brennbare Unterlage stellen, wie zum Beispiel zwei Holzlatten, Sand oder Steine, damit das Schwedenfeuer nicht umkippen kann. In einer Reichweite von circa zwei Metern sollte nichts Entflammbares stehen. Ebenso sollte man immer einen Eimer mit Wasser in der Nähe haben und das Feuer nie unbeaufsichtigt stehen lassen.

Außer einem DIY-Schwedenfeuer kann man den Stamm auch einfach in einem Baumarkt kaufen- hier sind die Stämme bereits vorgesägt und man muss es nur noch anzünden.

Schnittarten

Egal welche Schnittart man verwendet- wichtig ist den Sockel stehen zu lassen- denn dieser gibt dem Feuer Halt. Die bekannteste Form ist die des Kreuzes. Geeignet ist sie für eher schmalere Stämme und für Anfänger des DIY-Schwedenfeuers. Der Stern hingegen ist für Fortgeschrittene- dabei wird der Baumstamm ebenfalls aufgeteilt, jedoch nicht nur in vier sondern in fünf Teile.

Die Raute ähnelt dem Kreuz, wobei man statt einem nun zwei vertikale und zwei horizontale Schnitte macht. Ein exotischeres Muster stellt das Schachbrett dar. Es wird gerne bei dicken und großen Baumstämmen gemacht. Es ist die gleiche Vorgehensweise wie das der Raute- jedoch werden mehr als zwei Schnitte in den Stamm gesägt.

Eine etwas andere Art des Schwedenfeuers ist der Hochofen. Hierbei wird nicht mit einer Säge gearbeitet sondern mit einem langen Bohrer. Benutzen kann man sowohl den Fräsbohrer, den Schalungsbohrer als auch den Forstnerbohrer.

Nun bohrt man zwei Löcher in das Schwedenfeuer- eines im unteren Viertel des Stammes bis hin zur Mitte- das Zweite oben senkrecht hinein bis man die vorgebohrte Mitte erreicht- schlussendlich sollten sich die beiden Löcher treffen.