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Der Motorsägenführerschein

Viele Kamin- und Kachelofenbesitzer tragen sich mit dem Gedanken, ihr Holz selbst aus dem Wald holen. Das Forstamt markiert für die Selbstwerber die Bäume, die für diesen Personenkreis zur Verfügung stehen und auch selbst gefällt werden dürfen. Der Führerschein für die Motorsäge – der erste Schritt, um Brennholz selber zu machen.

Des Weiteren werden bereits geschlagene Bäume gekennzeichnet, die dann nur noch aufzuarbeiten sind. Für diese Arbeiten wird unabdinglich eine Motorsäge benötigt, denn dies mit einer Handsäge zu machen ist kaum möglich.

Selbstwerber benötigen einen Motorsägen-Führerschein

Um die Befähigung für die Arbeit mit der Motorsäge zu haben, muss der Selbstwerber den Motorsägen-Führerschein erwerben. Dieser ist auch notwendig, um überhaupt die Erlaubnis vom Förster zu bekommen, denn der Umgang mit einer Motorsäge ist nicht ganz ungefährlich. Jährlich gibt es immer wieder Verletzte, manchmal sogar Tote bei der Arbeit mit der Motorsäge zu beklagen.

Es werden bundesweit Kurse angeboten, um diesen Führerschein zu erwerben. Der Inhalt dieser Kurse für Nutzer, die diesen Führerschein benötigen, um als Selbstwerber Brennholz zu beschaffen, ist ziemlich umfangreich. Mit vier Stunden theoretischem Unterricht und acht Stunden praktischen Übungen im Wald muss der Kursteilnehmer schon rechnen.

Zu den Lehrgangsinhalten gehören:

  • Unfallverhütungsvorschriften
  • Schutzkleidung
  • Leistungsklasse Betriebsstoffe
  • Sicherheitsausstattung der Motorsäge
  • Sicherheitsregeln
  • Sonderkraftstoffregelung
  • Gesundheitsschutz
  • Pflege und Wartung
  • Motorsägenkette schärfen (Theorie und Praxis)
  • Schneidübungen im Wald

Ziel des Kurses ist in erster Linie der sichere Umgang mit der Motorsäge. Die Kosten für einen Motorsägen-Führerschein liegen zwischen 100 und 400 Euro. Die Dauer eines solchen Kurses liegt zwischen 1 und 6 Tagen. Wer einen solchen Kurs absolviert hat, bekommt ein Zertifikat und einen Motorsägenausweis für die Schwachholz Holzernte und Fällung bis ca. 20 cm BHD.

Motorsägen-Lehrgang AS-Baum 1

Für Personen, die den Motorsägen-Lehrgang beruflich, zum Beispiel Waldarbeiter, Baumfäll- oder Pflegearbeiter, Garten- und Landschaftsbauer oder auch kommunale Mitarbeiter, benötigen, wird der Sägekurs „Arbeitssicherheit Baum I“ angeboten. An diesem Kurs nehmen auch oft Forstbesitzer teil, um ebenfalls zu lernen professionell mit der Motorsäge umzugehen. Dieser Kurs umfasst 5 Tage oder 40 Stunden und kostet zwischen 450 und 500 Euro. Die Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein und sie müssen im Besitzt einer gültigen Vorsorgeuntersuchung G 25 sein.

In diesem Sägelehrgang lernen die Teilnehmer in der Praxis folgendes:

  • Arbeitsvorbereitungen
  • Baustellenabsicherung
  • Baumsicherheitsbeurteilung
  • Maschinen- und Gerätebereitstellung
  • Personaleinsatz und Verantwortung
  • Spezifische Auswahl geeigneter Geräte und Maschinen
  • Beurteilung von Bäumen
  • Fälltechniken

Die gewerblichen Personen und die Privatpersonen, die diesen Kurs erfolgreich beendet haben, bekommen ebenfalls ein Zertifikat und einen Motorsägenausweis und dürfen in der Zukunft die Starkholzfällung vornehmen, bei der es keine Begrenzung des Baumdurchmessers gibt.

Die Schutzkleidung ist unverzichtbar

Zurück zu den Selbstwerbern. Nachdem Erwerb des Motorsägen-Führerscheines sollte sich der Inhaber darum bemühen, dass er sich vernünftige und sichere Schutzkleidung kauft. Bei der Arbeit mit der Motorsäge werden große Kräfte mit einer extrem scharfen Kette freigesetzt und deshalb sollte die Schutzkleidung genauso sicher sein, wie bei den professionellen Forstarbeitern.

Die Schutzkleidung setzt sich zusammen aus einer Schnittschutzhose, Sicherheitshandschuhen, Sicherheitsschuhen und natürlich einem vernünftigen Schutzhelm. Bei der Schutzkleidung sollte sich der Erwerber lieber den Rat eines Profis einholen, bevor er sich zum Kauf entscheidet. Nur wer qualitative und sichere Schutzkleidung trägt, kann sich auch möglichst gut schützen.