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Brennholz aus dem Wald

Holz erfreut sich als Brennstoff immer größerer Beliebtheit. Für den Kamin zugeschnittenes Holz gibt es im Fachhandel. Seitdem die Preise für Heizöl und Gas in die Höhe steigen, erfreut sich auch das Heizen mit Brennholz immer größerer Beliebtheit. Wer bereit ist, selbst im Wald die Hand anzulegen, der kann richtig sparen. Wer über einen so genannten Motorsägenführerschein verfügt, der kann sich bei seinem Forstamt Holz am laufenden Meter kaufen und Vorort selber zuschneiden.

Brennholz – die nachhaltige Art zu Heizen

Der Holzeinschlag im Wald findet in der kalten Jahreszeit statt. Wenn die Bäume die Blätter verlieren, ist es Zeit für die Holzernte. Neben dem Langholz fällt dabei auch Brennholz an, das von der Holzindustrie nicht verarbeitet wird. Die gefällten Bäume werden entastet und die Stämme für die Weiterverarbeitung abtransportiert. Äste und ungeeignete Stämme bleiben auf dem Waldboden zurück.

Die Forstämter bieten Interessierten die Möglichkeit, Brennholz für den eigenen Bedarf zu sammeln. Das natürliche Material wird dabei in unterschiedliche Form angeboten. Wer möchte, der kann sich das Holz gestapelt vom Wegrand in das Auto einladen. Es ist aber auch möglich Möglichkeit, am Boden liegende Äste klein zu schneiden. Ganze Stämme – Langholz – kann ebenfalls erworben werden. Die Preise für Meterholz variieren dabei je nachdem, wie das Holz bereitsaufgearbeitet ist.

Der Sammelschein

Das Holz im Wald gehört dem Waldbesitzer. Entsprechend macht sich strafbar, wer ohne Erlaubnis im Wald Holz sammelt. Ebenso ist auch das Fällen vom Bäumen – zum Beispiel der eigenen Weihnachtstanne – verboten.

Der Förster kann bei entsprechender Anfrage die offizielle Erlaubnis zum Sammeln von Holz erteilen. Der sogenannte Sammelschein erlaubt in gekennzeichneten Bereichen Holz zu sammeln. Mit einer Kettensäge können Äste und auf dem bodenliegendes Langholz – bereits entastete Stämme – auf die gewünschte Länge gesägt und abtransportiert werden. Alternativ gibt es auch Holz, das für den Abtransport bereits am Wegrand als Meterholz bereitgestellt ist. Das Forstamt legt dabei die Preise für das Holz nach Baumart und Bereitstellung fest.

Arbeitsschutz: Sicherheit steht an erster Stelle

Das Forstamt achtet bei der Erteilung des Lesescheins auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. Wichtig ist dabei der eigene Schutz. Für die Arbeit mit der Motorsäge ist es von besonderer Bedeutung, sich durch entsprechende Kleidung vor Unfällen zu schützen. Dazu gehört der Helm mit entsprechendem Gehörschutz. Um Verletzungen im Gesicht zu verhindern, verfügt der Helm weiterhin über einen Gesichtsschutz.

Bei der Arbeit mit der Kettensäge sind weiterhin Hose und Schuhe mit speziellem Schnittschutz unverzichtbar. Dieser verhindert, dass die Kettensäge die Hose durchdringt. Die Schuhe verfügen weiterhin über eine Stahlkappe. So ausgerüstet, kann das Holz im Wald sicher zu geschnitten werden.

Interessierte müssen nachweisen, dass sie mit einer Kettensäge umgehen können. Fachkenntnisse können über entsprechende Berufsfachkenntnisse – beispielsweise als Tischler oder Landwirt – nachgewiesen werden.

Wer nicht aus einem solchen Beruf stammt, kann die Sachkenntnis auch mit dem Motorsägenführerschein nachweisen. Dieser Kurs vermittelt Kenntnisse rundum den Umgang mit der Kettensäge. Dazu gehört die Pflege und Wartung der Maschine wie auch der praktische Umgang mit der Motorsäge im Wald.

Heizkosten senken durch eigenes Brennholz

Sicherlich bieten Fachmärkte und Holzhandlungen auch Brennmaterial für den heimischen Ofen an. Wer sich sein eigenes Holz im Wald sägt, der kann richtig sparen. Denn die Preise für Brennholz lassen sich so deutlich reduzieren. Kettensäge und Schutzausrüstung können günstig geliehen werden. Der Umgang mit der Motorsäge ist leicht zu erlernen.

So steht dem eigenen Brennholz nichts im Weg. Wer sein Holz für den eigenen Kamin selbst im Wald gesammelt hat, der kann auch die Wärme in den eigenen vier Wänden viel besser genießen.