Die Tafeleibe – robust und pflegeleicht

Wer einen sehr robusten, pflegeleichten, wuchsfreudigen und gleichzeitig sehr hübschen Bodendecker sucht, der wird mit der Tafeleibe keinen Fehler machen. Sie wächst nur etwa einen halben Meter hoch, dafür aber bis zu mehr als zwei Meter breit und eignet sich deshalb dort besonders gut, wo es eine größere Fläche oder ein eher schwieriges Terrain zu begrünen gilt.

Das dichte grüne Laub der Tafeleibe bietet auch einen schönen Hintergrund für Blütenpflanzen. Die im Frühherbst erscheinenden roten Beeren bieten einen tollen Blickfang und im Winter ist die Tafeleibe mit dem immergrünen Blattwerk ein echter Hingucker.

Welcher Standort und welcher Boden eignen sich für die Tafeleibe?

Die Tafeleibe kann sowohl als Einzelpflanze als auch in Gruppen gepflanzt werden. Dabei ist nur ein genügender Abstand der einzelnen Pflanzen zu beachten, da sie ja recht breit werden. Ansonsten ist die Tafeleibe recht genügsam. Sie wächst auf fast jedem Boden. Nur allzu nass sollte er nicht sein, weil die Pflanze keine „nassen Füße“ mag.

Leicht saure oder kalkhaltige Böden toleriert sie. Sandige Böden ebenso, wenn man bei der Pflanzung mit etwas Komposterde nachhilft. Ein eher sonniger Standort ist ideal für die Tafeleibe, aber auch im Halbschatten gedeiht sie, wobei sie dann allerdings etwas langsamer wächst.

Tafeleiben sind besonders gut geeignet für Steingärten, Heidegärten, Vorgärten, Treppen-oder Terrassen und für die Grabbepflanzung. Man muss allerdings wissen, dass wie bei alle Eiben sämtliche Pflanzenteile giftig sind.

Was ist bei der Pflanzung von Tafeleiben zu beachten?

An sehr heißen sonnigen Tagen ist das Pflanzen natürlich grundsätzlich nicht ratsam. Um später genügend Platz zu haben, sollen nicht mehr als drei bis maximal vier Pflanzen pro Quadratmeter gepflanzt werden. Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so tief und dreimal so breit wie der Wurzelballen ausgegraben werden.

Eine Drainageschicht aus Kies, groben Sand oder Tongranulat verhindert Staunässe, etwas Komposterde oder Hornspäne geben zusätzliche Nährstoffe. Nach dem Pflanzen ist Angießen wichtig. In den ersten Jahren wird die kleine Tafeleibe eher oberflächliche Wurzeln ausbilden. Deshalb lässt sie sich auch recht unkompliziert umsetzen. Mit zunehmenden Alter bildet sie dann aber Pfahlwurzeln aus und wird zum Tiefwurzler.

Außer im Freiland können Tafeleiben auch sehr gut im Pflanzkübel gepflanzt werden. Dann ist es natürlich wichtig, dass der ausreichend groß und tief gewählt wird. Außerdem müssen die Pflanzen im Kübel mehr als im Freiland gegossen werden und brauchen in unserem Klima einen Winterschutz.

Die Pflege und Überwinterung der Tafeleibe

Tafeleiben sind, wie bereits erwähnt, recht anspruchslos. Gießen muss man sie nur bei anhaltender Trockenheit und in schneearmen trockenen Wintern. Auch gedüngt werden müssen sie nur, wenn sie auf sehr sandigen oder steinigem kargen Boden wachsen. Dann sollte hin und wieder ein nicht zu stark konzentrierter Koniferen-Dünger oder ein Kali-Dünger gestreut werden. Keinesfalls sollte nach Herbstanfang gedüngt werden, damit keine neuen Triebe mehr entstehen, die im Winter erfrieren würden.

Winterschutz brauchen nur die Kübelpflanzen zum Überwintern im Freien. Im Allgemeinen ist die Tafeleibe frosthart und hält Temperaturen bis minus 40 Grad Celsius ohne Probleme aus. Auch Schädlingsbefall ist bei Tafeleiben kein großes Problem. Am ehesten schaden ihnen tatsächlich Staunässe und zu starke Sonnenbestrahlung, vor allem im Winter. Dann können die Pflanzen braune Nadel(Blätter)spitzen bekommen. Damit helfen sie sich selbst, den Winter zu überstehen und im nächsten Frühjahr sind die Pflanzen in der Regel wieder saftig grün.

Der richtige Schnitt der Tafeleibe

Tafeleiben wachsen relativ langsam und nur 10 bis 20 cm pro Jahr. Ein Rückschnitt ist deshalb nicht häufig notwendig, an frostfreien Tagen das ganze Jahr über möglich und wegen der zarten Nadeln auch nicht schwierig. Wie alle Eiben vertragen auch die Tafeleiben starke Rückschnitte, Verjüngungsschnitte und Formschnitte und treiben selbst aus altem Holz wieder aus.