Regenwassernutzung – die verschiedenen Möglichkeiten der Nutzung von Niederschlagswasser

Wer bereits im Urlaub auf der hübschen griechischen Ferieninsel Santorini gewesen ist, wird das Bild der kleine weißen Häuser, die engen Gassen und die runden blauen Dächer nicht mehr vergessen. Dass die runden Dächer nicht nur als Augenschmaus dienen sollen, sondern eine wichtige Funktion aufweisen, mag erst bei Nachfragen einleuchten. Sie sollen das wenige Regenwasser auffangen, welches sich über das Jahr hinweg dort ansammeln soll. Denn die Insel ist sehr trocken, obwohl sie im Meer liegt und eigentlich anderes vermuten lässt.

Diese Idee ist sehr gut und auch hierzulande eine Möglichkeit, Wasser zu sparen und mögliche Trockenzeiten gut zu überstehen. Denn es gab bereits in hiesiger Vergangenheit solch eine Trockenheit, in der sich jeder Gartenbesitzer über Regen oder kostengünstiges Wasser gefreut hätte. Jetzt fragt sich natürlich der Gartenbesitzer, wie kann er das Wasser abführen und am besten lagern.

Das braucht es am Haus zur Speicherung:

  • Große Dachflächen am besten in Schrägdachform für das Sammeln des Regens
  • Regenrinne am Dach
  • Zisterne oder Tank zur Speicherung
  • Fallrohr und Leitungsnetz, welche zu den Speichertanks führen

Regenwasser für die Gartenbewässerung nutzen

Die unkomplizierteste Nutzung des Regenwassers ist sicherlich die Nutzung für die Gartenbewässerung. Das zeichnet sich gerade in den heißen Sommertagen als wichtiger Sparfaktor für Leitungswasser aus. Hierbei wird das Regenwasser über die Regenrinne am Dach und einem angeschlossenen Fallrohr gesammelt.
Unter den Fallrohren sind Tanks aufzustellen.

In der Regel sind die Plastiktanks die beste Wahl, da sie kein schweres Eigengewicht haben. Es empfiehlt sich den Deckel geschlossen zu halten, damit kein Laub hineinfällt und sich Algen bilden könnten. Im Weiteren muss der Nutzer den Füllstand kontrollieren. In regenreichen Zeiten muss er Wasser ablassen, da sie sonst überlaufen würden.

Im Winter müssen sie ganz entleert und von der Zuführung von Wasser getrennt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Wasser zu Eis wird, sich ausdehnt und somit den Tank stark beschädigen könnte.

Der Vorteil in der Nutzung des Regenwassers ist nicht nur in einer Einsparung von Leitungswasser alleine zu sehen. Da lassen sich sehr viele Liter über das Jahr einsparen. Das Leitungswasser muss gleichfalls aufwendig aufbereitet werden, damit es wieder seine Trinkfähigkeit erhält. Das Regenwasser braucht der Nutzer hingegen nur sammeln und wiederverwenden. Je mehr Wasser der Haus- und Gartenbesitzer also einsparen und Regenwasser einsetzen kann, desto mehr schont er damit die Umwelt.

Regenwasser als Hauswasserwerk nutzen

Das Regenwasser sollte jedoch nicht in purer Form als Trinkwasser verwendet werden. In der EU ist es auf Grund der Ansammlung von Bakterien deswegen als Trinkwasser nicht zugelassen. Wenn es länger sogar steht, wird die Gefahr der Bakterienvermehrung erhöht. Der Hausbesitzer kann jedoch das Regenwasser als Trinkwasser verwenden.

Das sollte er auch, da er insgesamt sogar mehr Wasser im Haus über das Jahr gesehen als in einem Garten verbraucht. Die Toilettenspülungen, das Duschen, die Waschmaschinennutzung und vieles mehr sind nur einige Beispiele dafür. Die richtige und ungefährliche Nutzung geht mittels entsprechender Zisterne, in der das Wasser aufgefangen und gespeichert wird, einen Filter für Trinkwasserqualität und natürlich ein Leitungsnetz mit leistungsstarken Pumpen.

Wir dies alles von einer Fachfirma installiert, kann der Nutzung also nichts mehr im Wege stehen. Wichtig ist jedoch zu erwähnen, dass manchmal eine ergänzende Zuführung von herkömmlichem Leitungswasser immer wieder auftreten kann. Das ist abhängig von dem Eigenbedarf und der Menge an Niederschlag, welcher sich in den Zisternen ansammeln wird. Sind die Tanks beziehungsweise Zisternen leer, muss er sich am öffentlichen Trinkwassernetz zusätzlich bedienen.