Purpurteppich als Bodendecker – fein und schön anzusehen

Der Purpurteppich ist eine Pflanze, die besonders im Steingarten, auf Hanglagen in Gärten, auf Gräbern und auf dem Flachdach zur Geltung kommt. Die Pflanze ist ausgesprochen robust, weshalb sie vielerorts eingesetzt werden kann. Der Vorteil der Pflanze ist, sie sieht immer schön aus und benötigt so gut wie keine Pflege. Gerade auf begrünten Dächern ist dies auch notwendig, sie wird dort als extensive Dachbegrünung eingesetzt.

Sorten des Purpurteppichs

Die Sorte, die dem Purpurteppich ihren Namen gab heißt „Sedum Spurium“ oder Teppich-Fettblatt. Sie bildet teppichartige Poster aus, ihre Farbe ist braunrot. Die Pflanze verbreitet sich kriechend und überzieht große Bereiche – eben wie ein Teppich. Sie bietet Bienen eine Weide.

Es gibt im Fachhandel unterschiedliche Sorten des Purpurteppichs zu kaufen. Es ist also falsch, dass es sich um eine einzige Sorte handelt. Folgend werden die wichtigsten und bekanntesten Vertreter aufgezählt.

  • Moosteinbrech: Eine Pflanze, die etwa 15 cm hoch wird und rosarote Blüten ausbildet
  • Ingeborg: Diese Sorte hat dunkelrote Blüten und zählt zu den eher seltenen Sorten
  • Dornröschen: Wie nicht anders zu vermuten, hat das Dornröschen hellrote Blüten
  • Findling: Der Findling besticht durch weiße Blüten und eine Wuchshöhe von etwa 10 cm.
  • Schwefelblüte: Diese Sorte hat hellgelbe Blüten
  • Peter Pan: Rote Blüte
  • Cespitosa: Sie ist eine Kreuzung und hat deshalb rote, gelbe oder weiße Blüten
  • Frühlingsschnee: Eine Sorte mit weißen Blüten, die zeitig im Frühjahr blühen
  • Winterfeuer: Sehr hohe Sorte mit 20 cm und weißen Blüten
  • Porzellanblümchen: Wächst noch höher, nämlich 30 cm und hat ebenfalls weiße Blüten
  • Judenbart: Hat weiße, filigrane Blüten und eignet sich als Kübelpflanze
  • Paulinae: Gelbe Blüten und grau-grüne Polster
  • Engleria: niedrig wachsend und sehr dicht blühend

Perfekte Standortwahl

Purpurteppiche blühen an vielen Standorten, sie sind anspruchslos. Auch benötigen sie wenig Wasser, weshalb Steingärten und begrünte Flachdächer, Trockenmauern und der Schatten von Bäumen beliebte Ansiedlungspunkte sind. Voll-sonnige Standorte eignen sich nicht für alle Sorten.

Für die Wahl des richtigen Standortes ist auch die Blühzeit von Bedeutung. Es gibt Sorten, die blühen früh im Frühjahr, andere wiederum während des Sommers. Bei der Gartengestaltung oder Grabgestaltung ist auch der Zeitpunkt der Blüte entscheidend, weshalb bunte Blühpunkte im Garten erdacht werden sollten.

Generell ist aber zu sagen, dass sich der Purpurteppich gerne ausbreitet, also ein größerer Platz vorgesehen werden sollte. Alternativ kann man nach einem Jahr die Pflanze auch teilen und das durch die Teilung gewonnene „Büschel“ an anderer Stelle wieder pflanzen.

Purpurteppich: die richtige Pflege

1) Gießen
Purpurteppich ist so genügsam, dass im Grunde keine Pflege notwendig ist. Ab und zu wünscht sich die Pflanze allerdings Wasser, wenn die Trockenperioden zu lange andauern. Für dieses Wässern empfehlen sich die Morgenstunden und die Abendstunden. Stau-Nässe sollte vermieden werden.

2) Düngen
Für die Förderung der Blüte empfehlen sich natürliche Mittel wie Hornspäne. Generell mag die Pflanze aber eher humusarme Böden. Auch können die bereits abgeblühten Teile der Pflanze ausgezupft werden, was eine erneute Blütenbildung fördert. Ansonsten würde die Energie der Pflanze in die Bildung von Samen gesteckt werden, dies kann mit der Auszupfung verhindert werden und eine längere und dichtere Blütezeit des Teppichs wird erreicht.

3) Formschnitt
Ein Rückschnitt oder Verjüngungsschnitt empfiehlt sich im Herbst, kann aber auch im frühen Frühjahr erfolgen.

4) Überwintern und Pflanzung
Es gibt keine besonderen Details für die Überwinterung zu berücksichtigen. Die Pflanze ist wintergrün und verliert die Blätter nicht. Sie ist auch sehr winterhart, die originale „Sedum Spurium“ hält Minusgrade bis minus 18 Grad Celsius aus. Eine Pflanzung erfolgt am besten im Frühjahr.