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Kupfer als Dacheindeckung

Standardmäßig werden Dächer mit Schiefer oder Ziegel eingedeckt. Diese Materialien haben sich über einen sehr langen Zeitraum bewährt und immer wieder bewiesen, dass sie sich für die nötigen Anforderungen eignen. Doch es gibt noch andere Alternativen, die unter bestimmten Voraussetzungen, eine bessere Leistung und eine längere Lebensdauer mitbringen.

Besonders Kupfer eignet sich als Dacheindeckung, ist jedoch hochpreisig.

Allgemeines

Das Material Kupfer ist nicht nur ein langlebiger Baustoff, der den aggressiven Umweltbedingungen standhält, sondern bringt auch noch andere Eigenschaften mit, die für die Dacheindeckung und Außenwandbekleidung nützlich sind.

Durch die enorm hohe Bruchdehnung von Kupfer, ist dieses Material besonders gut geeignet, um es an komplizierten Dachanschlüssen zu verwenden, da es durch das Erhitzen sehr leicht verformt werden kann und es beim Abkühlen wieder seine alte Zugfestigkeit erlangt.

Eine weitere positive Eigenschaft von Kupfer ist, dass dieses Material in einer Dicke von nur 0,6 bis 0,7 mm am Dach verbaut werden kann. Daraus folgt, dass es eine untergeordnete Rolle für die Statik spielt, da eine sehr leichte Konstruktion entsteht.

Die hohe Beständigkeit von Kupfer beruht auf seiner Fähigkeit, im Laufe der Zeit eine eigene Schutzschicht zu bilden. Diese wird als Patina bezeichnet und bildet sich auf der Oberfläche und schützt dieses gegen die Witterung.

Diese Schutzschicht ist in sich stabil und regeneriert sich selbst. Dadurch wird das Kupfer äußerst robust und erreicht eine Nutzungsdauer von bis zu 200 Jahre. Es gibt kaum Materialien, die eine annähernde Beständigkeit aufweisen.

Verarbeitung und Voraussetzungen

Wie bereits erwähnt, hat Kupfer die stärkste Bruchdehnung aller Metalle. Daraus folgt, dass es sich sehr stark dehnen lässt, bevor es reißt. Aus diesem Grund ist die Verarbeitung sehr einfach. Dadurch ist es fast auf jedem Dach mit jeder Dachneigung möglich Kupfer zu verbauen. Das Kupfer kann auf dem Dach in zwei verschiedenen Varianten verlegt werden.

Bei der Ersten liegt das Kupfer direkt auf der Demmebene auf. Hier muss allerdings eine dampfbremsende Folie verbaut werden, welche den Austausch von Feuchtigkeit ermöglicht und somit der Bildung von Schimmel vorbeugt.

Bei der Zweiten Möglichkeit wird das Kupfer mit einem gewissen Abstand zur Dämmung verlegt und es entsteht ein Luftspalt zwischen Dach und Isolierung. Dieser sorgt für den gleichen Effekt.

Allerdings ist darauf zu achten, dass unter dem Kupfer in vollflächige Schalung vorhanden ist. Kupfer ist ein sehr weiches Material und benötigt daher eine durchgängige Auflagefläche. Diese kann aus Schalungsbrettern oder OSB Platten bestehen. Zudem ist keine schützende Folie zwischen Kupfer und Holz erforderlich, das Metall unempfindlich gegenüber den Inhaltsstoffen aus dem Holz ist.