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Kaminholz – selber machen und fachgerecht einlagern

Fast jeder hat heutzutage einen Kamin. Sie sind eine äußerst hübsche Möglichkeit, das Wohnzimmer im Winter zu beheizen. Neben der angenehmen Wärme bieten sie eine schöne Atmosphäre, den typischen Geruch und den Klang von prasselndem Holz. Nicht umsonst erfreuen sich Kamine nach wie vor großer Beliebtheit. Die Instandhaltung sowie das Brennholz sind jedoch nicht ganz billig.

So wird es was mit dem Brennholz

Das Brennholz muss gelagert und angeschafft werden. Die Anschaffung funktioniert dabei für die meisten über den Direktkauf von fertig bearbeitetem Kaminholz. Dies erledigt die Auffüllung des Kaminholzes in einem Rutsch. Der Nachteil ist allerdings, fertig bearbeitetes Kaminholz ist gerade in der Herbstzeit, wenn alle Kaminholz kaufen, sehr teuer.

Und viel früher als dem Herbst lohnt sich eine Bestellung nicht, da solches Kaminholz viele Raummeter einnimmt, welche man lieber anderweitig nutzen würde. Somit steht man vor der Frage, ob man sich auch diesen Winter wieder das teure Brennholz kaufen soll. Allerdings gibt es da noch eine andere Möglichkeit um an Brennholz zu kommen.

Kaminholz selber machen

Die Scheite kann man auch selber machen. Hierfür benötigt man nur den Grundstoff, also längere Holzstämme und entsprechendes Werkzeug. Der Vorteil ist, dass die Stämme wesentlich billiger sind als das fertig verarbeitete Kaminholz. Dies liegt daran, dass das Kaminholz über viele verschiedene Händler erst verarbeitet und dann weiterverkauft werden muss, was den Preis mit jeder weiteren Zwischenstation hochtreibt.

Die Stämme hingegen kann man sich im Wald holen. Das senkt die Kosten natürlich enorm, allerdings sollte man sich vorher gut über das Holz informieren um nicht an minderwertiges Brennholz zu geraten. Sobald man die Stämme hat müssen sie noch in Scheite verarbeitet werden. Dies gelingt am besten mit Säge, Axt oder für die erfahrenen mit der Kettensäge.

Bei dieser ist allerdings höchste Vorsicht geboten und als Laie sollte man lieber die Finger davonlassen. Für Kaminscheite empfiehlt sich eine Länge von circa 30cm, welche sie natürlich individuell auf ihren Kamin anpassen sollten. Sobald die Scheite fertig präpariert sind stellt sich allerdings ein Problem, mit dem auch die Käufer von fertigem Kaminholz zu kämpfen haben.

Die sichere Lagerung

Brennholz frisst viele Raummeter, wobei ein Schüttraummeter einen circa einen Kubikmeter großen Holzstapel beschreibt. Somit stellt sich für jeden Kaminbesitzer die Frage, wo das Holz am besten gelagert wird. Der beste Ort ist dafür immer noch der gute alte Holzkeller. Leider werden diese immer seltener, und auch allgemein kann nicht jeder einen solchen sein Eigen nennen.

Eine weitere Möglichkeit bietet der Schuppen im Garten oder der Vorratskeller. Hier kann man grundsätzlich kreativ werden. Infrage kommt auch ein Selbstbau im Garten. Ein guter Holzunterstand kann auch von Hand gezimmert werden. Allerdings gibt es einige Regeln zu beachten, durch die man das Holz auch noch im Dezember gut nutzen kann. Zuerst sollte es am Lagerort trocken sein.

Die Trockenzeit von Holz ist von der Holzart abhängig, weswegen man beim selber schlagen unbedingt auf diese achten sollte, da sie bei gewissen Laubhölzern bis zu zwei Jahre betragen kann. Feuchtigkeit während der Trockenzeit kann sich negativ auf die Qualität des Holzes auswirken. Feuchtes oder nicht richtig getrocknetes Holz brennt nicht allzu gut, stinkt und qualmt sehr heftig.

Daher ist auf einen trockenen Ort besonders Acht zu geben. Ein weiteres Kriterium bei der Trocknung spielt die Belüftung. Eine zu dichte Lagerung im stickigen Keller, welcher nie gelüftet wird, empfiehlt sich hier nicht. Vielmehr sollte das Holz gut durchlüftet werden, um Restfeuchte zu vermeiden. Dies beugt der Entstehung von Schimmel und Pilzen vor, da sich im muffig feuchten Milieu ebenjene besonders schnell ausbreiten. Hat man das Holz an einer sicheren, trockenen Stelle, kann der Trocknungsprozess beginnen. Bei fertig gekauftem Kaminholz ist die Trockenzeit meist schon eingehalten, weswegen dieses direkt verfeuert werden kann.

Grundsätzlich bietet das selbst schlagen den großen Vorteil, dass es sehr viel billiger ist als das kaufen von fertigem Kaminholz. Allerdings gibt es auch für den direktkauf Argumente, da selbst schlagen einige Unannehmlichkeiten mit sich bringen kann. Der gesenkte Preis und der fehlende Stress mit Brennholzfabrikanten machen das selbst schlagen allerdings zu einer echten Option, die jeder einmal in Erwägung ziehen sollte.