Heckenarten für jeden Zweck – Scheinzypressen für eine grüne Struktur im Garten

Herrlich duftend und immergrün ist die Scheinzypresse eine besonders dekorative Heckenpflanze in ihren drei verschiedenen Arten, Leylandia, Blaue Scheinzypresse und Gelbe Scheinzypresse – sehr beliebt bei Gärtnern und Hausbesitzern.

Steht sie an einem sonnigen Standort und auf einem nicht so feuchten Boden, ist sie nahezu ideal und ein echter Hingucker. Die kompakte Struktur reduziert die Lärmbelastung, die von einer lauten Umgebung oder einer verkehrsreichen Straße ausgeht. Auf diese Weise steigert eine Zypressenhecke gleichzeitig den Wert des Grundstücks, bzw. der Immobilie.

Bei der Anpflanzung einer Hecke mit Scheinzypressen sollte je nach der angestrebten Wuchshöhe ein Abstand zwischen den Pflanzen von 30 und 50 Zentimetern liegen. Zur Heckenpflege sind 50 Zentimeter Abstand von Mauern oder Zäunen am besten, die das Nachbargrundstück begrenzen. Wegen ihrer schnellen Wuchsgeschwindigkeit ist die Hecke innerhalb von wenigen Jahren blickdicht.

Scheinzypressen brauchen Pflege

In den ersten Jahren, bis die Hecke richtig eingewachsen ist, muss die Hecke regelmäßig gedüngt werden und auch im Winter sollte man die Hecke gießen. Später versorgen sich die Pflanzen selbst. Aber ganz ohne Pflege geht es nicht, sonst wird die Hecke schnell unansehnlich und dabei ist es gerade ihre Farbe, und dass sie keine laubabwerfende Hecke ist und zu allen Jahreszeiten mit ihrem immergrünen Kleid beeindruckt.

In extrem trockenen Sommern, muss die Hecke gut gegossen werden, wobei der Boden durchlässig sein muss, um keine Wurzelfäulnis heraufzubeschwören. Die Pflanze liebt feuchten Boden, der gut entwässert.

Ein regelmäßiger Rückschnitt im Frühjahr und im Herbst sorgt dafür, dass die Hecke von unten keine kahlen Stellen bekommt und blickdicht wird. Die Pflanzen haben eine gute Schnittverträglichkeit. Man kappt die Spitzen und die Neuaustriebe verdecken die braunen Stellen innerhalb kurzer Zeit.

Eine gute Idee ist es trotz der anspruchslosen Bodenbeschaffenheit, eine Mulchdecke zu legen. Sie verhindert das Auflaufen von Unkraut und versorgt gleichzeitig die Scheinzypresse mit Nährstoffen.

Im Frühjahr, im März und April weckt eine Düngung die Lebensgeister der Zypresse nach den langen Wintermonaten. Dazu kann man einen Langzeitdünger verwenden und im Juli noch einmal düngen. Es ist aber auch möglich, rein organisch zu düngen mit Kompost, Hornspänen, Pferdedung oder Guanogranulat. Ab August wird nicht mehr gedüngt, damit die Pflanzen vor dem Winter ausreifen. Wer es möchte, kann die Scheinzypresse zu einem immergrünen Baum hoch züchten.

Scheinzypressen gibt es in verschiedenen Arten

  • Zypresse – Chamaecyparis
  • Blaue Scheinzypresse
  • Gelbe Scheinzypresse

Die Scheinzypressengewächse unterscheiden sich darin, dass die Gelbe und die Blaue Scheinzypresse eine geringere Wachstumsgeschwindigkeit haben. Blaue Scheinzypresse sind optisch kaum von echten Zypressen zu unterscheiden. Die abgeflachten Zweige und kleinere Zapfen machen den Unterschied im Aussehen deutlich.

Wie bei allen Lebensbäumen sind auch bei der Blauen Scheinzypresse alle Pflanzenteile giftig. Sie enthalten:

  • Thujene
  • Pinene
  • und andere Terpene

Bereits bei Hautkontakt können die ätherischen Öle Reizungen auf der Haut bewirken. Durchfall, Übelkeit und Erbrechen treten auf, wenn ein Pflanzenteil verschluckt wird. Daher sollte besonders auf Kinder und Haustiere Obacht gegeben werden, denn Blätter oder Zapfen bilden einen Anreiz, sie einmal in den Mund zu stecken.

Beim Rückschnitt oder Formschnitt der Zypressenhecke sollte wegen der extremen Giftigkeit nicht auf Handschuhe, langärmelige Kleidung oder Schutzbrille verzichtet werden.

Da die Zypressen keine Blüten bilden, empfinden manche Gärtner eine Zypressenhecke als langweilig. Abhilfe schaffen dabei Auflockerungen durch Scheejasmin, Hainbuche oder Thuja, die zwischen die Heckenpflanzen gesetzt werden.