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Heckenarten für jeden Zweck – Brautspiere / Weiße Rispenspiere

Für die üppige Blüte benötigt dieser beliebte, mehrjährige Zierstrauch einen sehr sonnigen bis halbschattigen Standort. Die Brautspiere, ein Vertreter der Rosengewächse, ist kalktolerant und in unseren Breiten frosthart. Bei einer Neupflanzung vor dem Winter wird jedoch empfohlen, eine Mulchschicht aus Laub rund um jede Pflanze zum Schutz vor Frost zu verteilen.
Es treten kaum Krankheiten auf und dank ihrer Robustheit wird sie selten von Schädlingen befallen.

Sie eignet sich mit ihren eleganten und überhängenden Zweigen perfekt als freiwachsende oder geschnittene Blütenhecke. Das dekorative Ziergehölz ist auch als Solitär an einem geeigneten Platz im Garten ein Hingucker und lässt sich ebenso gut im Kübel kultivieren.

Ist diese Heckenpflanze Immergrün?

Die Brautspiere gehört zur Gruppe der laubabwerfenden Hecken. Im Herbst färben sich die kleinen, schmalen Blätter leuchtend gelb und fallen ab. Die Blickdichte dieser sommergrünen Heckenart ist durch das dichte Wachstum ihrer Zweige auch nach dem Laubfall sehr gut.

Blüte der Brautspiere am vorjährigen Holz

Noch vor dem Austreiben der Laubblätter zeigen sich je nach den Temperaturen im Frühling circa Ende April die schönen Blüten in großer Anzahl. Mit den schneeweißen und stark duftenden Blütendolden schmückt die Spierea-Art als Heckenpflanze bis in den Mai hinein den Garten. Zahlreiche Insekten, beispielsweise Bienen, Hummeln und Schwebfliegen, werden von den Blüten angelockt.

Wuchshöhe und Wuchsgeschwindigkeit

Das Ziergehölz gehört zu den dichtbuschigen Sträuchern und erreicht eine Höhe zwischen 150 und 200 Zentimetern. Pro Jahr kann mit einem Zuwachs von 30 bis 40 Zentimetern gerechnet werden. Zu den benachbarten Pflanzen sollte möglichst ein Abstand von 40 Zentimetern eingehalten werden.

Die Brautspiere wird im Abstand von 50 Zentimetern gepflanzt. Die beste Pflanzzeit ist der Herbst, rechtzeitig vor dem Frosteintritt. Doch sie kann auch im Frühling eingepflanzt werden. Ihre Wuchsbreite liegt zwischen 130 und 150 Zentimetern. Die Brautspiere ist ein Flachwurzler und bildet ein dicht verzweigtes Wurzelsystem im Boden.

Bodenbeschaffenheit

An den Boden stellt die Brautspiere keine besonderen Ansprüche. Auch auf leichten Böden gedeiht der Zierstrauch, zu empfehlen sind durchlässige sandige bis lehmige Böden. Falls sehr schwerer Boden vorhanden ist, sorgt vor dem Auspflanzen eine Drainageschicht aus Kies dafür, dass die schädliche Staunässe vermieden wird. Zusätzlich kann die schwere Erde mit etwas Sand und Humus verbessert werden.

Schnittverträglichkeit der Brautspiere

Die sorgfältige Auslichtung der Hecke gehört mit zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen.
Um die Hecke wieder in Form zu bringen und zu verjüngen, sollten die Sträucher alle zwei bis drei Jahre gleich nach der Blüte geschnitten werden. Die ältesten Triebe werden direkt über dem Erdboden abgeschnitten. Alle nach innen wachsenden und sich überlappenden Triebe sind zu entfernen.

Ein kräftiger Rückschnitt fördert das Austreiben von kräftigen Zweigen. Außerdem kann dadurch das allmähliche Verkahlen der Sträucher verhindert werden.

Die einzelnen Triebe sollten um circa zwei Drittel eingekürzt werden. Für den formgebenden Heckenschnitt sind die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der brütenden Vögel zu berücksichtigen. Das betrifft in der Regel die Monate März bis September.

Wie oft sollte man gießen?

Im ersten Jahr nach dem Auspflanzen sollte öfter gegossen werden, damit die Brautspiere gut anwachsen kann.
Gegen Trockenheit ist die Brautspiere relativ widerstandsfähig. In Dürrezeiten muss öfter gewässert werden. Nach sehr trockenen Sommern sollte rechtzeitig vor dem Winterbeginn mindestens einmal gründlich gewässert werden.

Ist auch zu düngen?

Das Ziergehölz benötigt keine extra Düngung. Auf einem sehr sandigen Standort optimiert ein Volldünger das Wachstum und die Blüte. Der Dünger wird im zeitigen Frühjahr verteilt.

Etwas Stickstoff kann an schattigen Standorten ausgebracht werden, um das Wachstum zu fördern.
Von Vorteil ist im Frühjahr das Mulchen mit organischen Stoffen, z. B. Kompost oder möglichst trockenem Rasenschnitt. Dadurch werden Nährstoffe freigesetzt und die Feuchtigkeit hält sich länger im Boden.