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Grundstücksbegrenzung auf natürliche Art – Lebensbaum Thuja

Der Lebensbaum, im deutschen Sprachgebrauch allerdings eher unter dem botanischen Gattungsnamen „Thuja“ bekannt, ist eine Pflanzengattung, die botanisch zur Familie der Zypressengewächse („Cupressaceae“) gehört. Ursprünglich besteht die Gattung nur aus fünf Arten, die zum Teil in Ostasien wie auch Nordamerika verbreitet sind.

Dazu zählen beispielsweise der Koreanische, Abendländische, Japanische oder Riesen-Lebensbaum. Die verschiedenen Arten und ihre untergeordneten Sorten werden weltweit in Kultur genutzt und so vorwiegend als Heckenpflanze verwendet. Durch neue Züchtungen kommen dabei immer wieder neuartige Sorten hinzu – sodass die Anzahl mittlerweile kaum mehr überschaubar ist.

Thujen eignen sich aufgrund ihres schnellen Wachstums als immergrüne Heckenpflanzen hervorragend als Sichtschutz oder Grundstücksbegrenzung der natürlichen Art.

Im Vergleich zu laubabwerfenden Hecken bieten Hecken aus Thujen auch im Herbst und Winter einen effektiven Sichtschutz. Im Winter kann es allerdings sein, dass die Thuja-Hecke einen rostbraunen Farbton annimmt – hierbei handelt es sich um die Winterfärbung der Pflanzen.

Die Sorten des Lebensbaumes – Wuchseigenschaften und optische Merkmale

Durch ausgiebige Zucht werden immer neue Sorten der Lebensbäume erschaffen. Die Sorten unterschieden sich vor allem hinsichtlich der Färbung ihrer schuppenförmigen Blätter, die flach an die Triebe angeschmiegt sitzen. Diese variieren von hellgrün über dunkel- bzw. mattgrün bis hin zu gelbgrün sowie goldfarben. Thujen gelten außerdem als sehr frostresistent und verlieren deshalb auch im Winter nicht ihre Blätter.

Zu den von hiesigen Gärtnern am häufigsten eingesetzten Arten zählen Sorten wie der Lebensbaum Brabant, Smaragd, Martin, Excelsa, Columna oder Gelderland, um nur einige zu nennen.

Beim Zerreiben der Blätter entsteht ein sehr aromatischer Duft von ätherischen Ölen. Lebensbäume sind einhäusig, tragen also weibliche wie auch männliche Blüten an einer Pflanze. Dabei sind die weiblichen Zapfen, die meist an der Triebspitze angeordnet sind, zunächst hellgrün und verfärben sich später hellbraun – sie werden bis zu acht Millimeter lang. An ihnen bilden sich nach dem Ausreifen auch die geflügelten Samen.

Die männlichen Zapfen sind rötlich und werden dagegen nur rund zwei Millimeter groß. Die Wachstumsgeschwindigkeit von Lebensbäumen variiert je nach Art. Häufig eingesetzte Sorten wie Smaragd oder Brabant wachsen rund 20 bis 40 cm pro Jahr. Es gibt auch sehr langsam wachsende Arten wie der „occidentalis Rheingold“, die nur maximal zehn Zentimeter jährlich wachsen.

Bei optimalen Wachstumsbedingungen können die Thujen freiwachsend bis zu 20 Meter hoch werden. Angeordnet in einer Hecke von mehreren Pflanzen erreicht sie daher problemlos Höhen von zwei bis drei Metern, die für einen optimalen Sicht- und Lärmschutz wünschenswert sind.

Durch ihre eng verzweigten Triebe und schuppenartigen Blätter werden eigentlich alle Sorten der Lebensbäume sehr blickdicht, wobei einige Arten wie die „Thuja occidentalis Columna“ noch etwas dichter wachsen als ihre verwandten Sorten.

Bodenverhältnisse und Standort

Generell sind die Gehölze des Lebensbaumes sehr tolerant und können sich an unterschiedliche Standorte und Bodenbeschaffenheiten mit unterschiedlichen pH-Werten anpassen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Thujen überall mit robustem Wachstum überzeugen, wo genügend Feuchtigkeit vorhanden ist.

Am besten wachsen Lebensbäume allerdings an sonnigen Standorten mit leicht feuchtem Boden, der auch im Sommer nicht austrocknen sollte. Sie tolerieren allerdings auch leicht schattige Standorte.

Der Boden sollte dabei möglichst sandiger Lehmboden mit einem erhöhten Kalkgehalt sein. Stimmt allerdings die Bodenfeuchte und Nährstoffversorgung mit Humus, dann wachsen sie auch problemlos auf sauren Böden mit erhöhtem Sandanteil.

Die richtige Pflege der Thuja-Hecke

Den sonst eher anspruchslosen Pflanzen muss man vor allem in den ersten drei Jahren nach der Pflanzung besondere Aufmerksamkeit widmen. So sollten sie mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden. Über längere Trockenperioden ohne merkliche Niederschläge sollten sie daher regelmäßig gewässert werden.

Wenn die Pflanzen nach ein paar Jahren besser eingewurzelt sind, dann können sie sich auch aus tieferen Bodenschichten die benötigte Feuchtigkeit holen. Gerade im Frühjahr und Sommer kann beispielsweise Mulchen mit Rasenschnitt dabei helfen, den Boden vor Austrocknen zu schützen.

Damit die Pflanzen des Lebensbaumes dicht und kompakt wachsen, ist ein regelmäßiger Schnitt Pflicht. Allerdings sollte ein zu radikaler Schnitt in die unbeschuppten Triebbereiche vermieden werden, sonst droht der Lebensbaum nur wieder spärlich auszutreiben.

Je nach Wachstumsgeschwindigkeit der gewählten Sorte sollte mindestens ein Rückschnitt pro Jahr am besten Ende Juni erfolgen. Sehr wachstumsstarke Arten, die bis zu 40 oder 50 Zentimeter pro Jahr wachsen, sollten zweimal jährlich – am besten Ende Juni und Ende August – geschnitten werden.

In Verbindung mit den regelmäßigen Rückschnitten sollten die Pflanzen auch einmal jährlich ausreichend mit Dünger versorgt werden. Hier eignet sich vor allem Kompost, welcher mit rund zwei Liter pro Quadratmeter Pflanzfläche dosiert werden sollte.