So decken Sie das Dach Ihres Gartenhäuschens mit Wellplatten ein

Wellplatten sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Hergestellt werden Sie aus Polycarbonat (PC), Polyvinylchlorid (PVC), Bitumen, Acryl, Blech oder Faserzementplatten. Diese Materialien bringen Unterschiede mit im Bereich Preis, Aussehen, Geräuschentwicklung sowie der Haltbarkeit. Bei Bedarf können Sie zudem durchsichtige Kunststoff-Wellplatten verwenden.

Die gleichen Voraussetzungen bringen auch Trapezbleche mit. Diese werden auch auf die gleiche Weise montiert, da sie sich lediglich in der Optik von den Wellplatten unterscheiden.

Was Sie für das Eindecken Ihres Gartenhäuschens brauchen

  • Holzlatten für die Tragekonstruktion
  • Wellplatten
  • Nägel
  • Firsthaube für den Abschluss
  • Hammer
  • Stichsäge zum zuschneiden
  • Leiter
  • Zollstock
  • Dichtmaterial

Voraussetzungen für ein Wellplattendach

Um Ihr Gartenhäuschen mit Wellplatten einzudecken, muss das Dach einige Voraussetzungen mitbringen. Bevor Sie ein Wellplattendach befestigen können muss eine Lattenkonstruktion auf dem Dach erstellt werden. Diese Traglattung ist aus Holz und verläuft parallel zur geneigten Seite des Daches.

Parallel zur Traufe wird danach eine so genannte Konterlattung montiert, auf der im Anschluss die Wellpatten fixiert werden. Achten Sie dabei darauf, Holz zu verwenden, welches nicht von Pilzen oder Insekten befallen werden kann.

Die Planung

Bei der Traglattung verwendet man eine Holzdicke von mindestens 6 x 6 cm und bei der Konterlattung rund 4 x 4 cm. Wie groß die Abstände der Latten sind wird vor allem durch die Dachneigung sowie die Wettereinflüsse am Standort des Gartenhäuschens bestimmt. Informieren Sie sich darüber im Voraus bei der Gemeinde oder Stadt.

Als Regel für die Abstände gilt: je weniger Dachneigung, desto enger die Lattenkonstruktion. Wenn Sie schon ein Wellplattendach hatten und dieses durch ein Neues ersetzen, können Sie sich an den schon vorhandenen Latten orientieren. Zur Belüftung von Carports, Unterstellplätzen oder Gartenhäusern genügt die Dicke der Lattenkonstruktion meistens. Um bei allen Punkten auf Nummer sicher zu gehen, können Sie sich beim Bauamt informieren.

Montage der Unterspannbahn

Bevor Sie die Traglattung montieren, wird darunter eine sogenannte Unterspannbahn fixiert. Verwenden Sie dafür eine dampfdurchlässige Folie. Achten Sie dabei darauf, dass das entstehende Schwitzwasser nicht in die Dachrinne abfließen kann.

Well- oder Blechplatten aufsetzen

Setzen Sie nun die Wellplatten jeweils um eine halbe Platte versetzt an der Konterlattung an. Die Überlappung der Dachplatte an der Traufe darf höchstens 5 cm betragen, wie auch der Abstand der Wellplatten zum First.

Fixierung der Wellplatten

Die Wellplatten fixieren wir mit Nägeln. Diese werden immer am höchsten Punkt einer Welle eingeschlagen. Wichtig diesem Vorgang ist, dass Sie mit der Wind abgewandten Seite beginnen. Wir starten also am geneigten Dachrand und der Traufe mit einer ganzen Platte und in der zweiten Reihe jeweils mit einer Halben. Wenn Sie die Dachplatten noch zuschneiden müssen, verwenden Sie dafür am besten eine Sticksäge. Schlagen Sie am Rand der Wellplatten je ein Nagel ein. In der Mitte genügt es, wenn Sie jede dritte Welle fixieren.

Abdecken der First

Verwenden Sie für die Abdeckung am First die Firsthauben. Diese sind elastisch und können für jede Neigung des Daches genutzt werden. Wie bei den Wellplatten werden die Firsthauben (auch Giebelwinkel genannt) mit Nägeln fixiert. Schlagen Sie dafür auf dem höchsten Punkt der Welle einen Nagel ein.

Falls Ihr Gartenhaus an Mauern anstößt oder an einem Kamin, dann können Sie diese mit Metallprofilen verschließen. Verwenden Sie dafür Profile aus Zink und montieren Sie diese überlappend auf die Wellplatten. Die Ränder können Sie danach mit Dichtmaterial verschließen.