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Das Streifenfundament

Ein Streifenfundament ist ein aus Beton gegossenes Fundament das sich für Mauern, Gartenmauern und Gartenhäuser als fester und stabiler Untergrund eignet. Es wird zudem auch für Garagen, Häuser und Geräteschuppen verwendet, da es auch größeren Lasten standhalten kann. Dieses Fundament lässt sich Schritt für Schritt selbst errichten.

Wie unterscheidet sich ein Streifenfundament von anderen Fundamenten?

Das Streifenfundament ist ein schmales und beliebig langes Fundament, das vor allem als Basis für Mauern verwendet wird. Es eignet sich gut, um Wände zu tragen und ist sehr stabil und belastbar.

Das Errichten eines Streifenfundaments

Schritt 1: Die Fundamentgrube ausheben

Der Boden auf dem das Fundament platziert werden soll, muss fest und tragfähig sein und bei der Bearbeitung nicht zugefroren sein. Mit einem Spaten legt man eine entsprechend tiefe Fundamentgrube aus. Ab einer Tiefe von 80° wird sichergestellt, dass der Beton im Winter keine Frostschäden bekommt und bei kalten Temperaturen stabil bleibt.

Eventuell muss das Fundament mit einer Stahlbewehrung verstärkt werden, damit der Beton bei höherer Belastung belastbarer ausgelegt ist. Die Maße der Stahlbewehrung werden an das Fundament angepasst. Dazu sollten mindestens 3 cm mehr Platz für eine Betonoberdeckung mit einberechnet werden. Diese besteht nur aus Beton und soll den Stahl vor Korrosion schützen.

Schritt 2: Schalung erstellen

Der Untergrund sollte glatt und eben sein. Dafür sollte der Boden der ausgehobenen Fläche geglättet werden. Eine BetonSchalung sorgt dafür, dass der Boden um das Fundament herum nicht nachrutscht und alles seine Form behält. Die Schalbretter stellen die Oberkante des Streifenfundaments dar. Mithilfe einer Wasserwaage kann geprüft werden, ob die Bretter gerade ausgerichtet sind.

Der Teil des Fundaments, welcher aus der Erde heraus reicht, wird als Sockel bezeichnet. Mit einem Sockel kann man Gefälle ausgleichen, indem man ein waagerechtes Fundament erstellt, das über die Geländeoberkante hinausgeht. Dadurch steht beispielsweise eine Gartenmauer später nicht schief.

Schritt 3: Die Drainageschicht und die Bewehrung anbringen

Die Fundamentgrube wird anschließend mit einer circa 20 cm hohen Sauberkeits- und Drainageschicht aus Schotter oder einem Mineralgemisch aufgefüllt, damit Wasser abfließen kann. Danach glättet man die neue Schicht mit einer Setzlatte oder einem Kantholz und verdichtet diese mit Kies. Anschließend folgt die Stahlbewehrung.

Schritt 4: Das Betonieren

Für ein kleineres Fundament im Garten verwendet man am besten Gartenbeton. Für größere Betonfundamente eignet sich eine Betonplatte. Für das Anmischen des Betons reicht sauberes Leitungswasser aus. Dazu kann man sich einen kleinen Betonmischer besorgen oder den Beton mit einer Bohrmaschine und einem Quirl in einem größeren Mörtelkübel anmischen.

Schritt 5: Das Fundament gießen

Der frische Beton kann mithilfe einer Schubkarre in die Fundamentgrube gegossen werden. Man muss darauf achten, dass sich während diesem Prozess keine Hohlräume in der Grube bilden. Zum Verdichten kann man den Beton Mit einem einfachen Spaten abklopfen. Dadurch kann überschüssige Luft aus dem Beton entweichen, wodurch das Fundament fester wird und sicherer hält.

Die Oberfläche des Fundaments sollte man nach dem Gießen der Betongründung einige Tage mit Folie wetterfest abdecken und vor Regen schützen. Nach der Aushärtezeit ist der Beton ausreichend getrocknet und behält seine Form. Im Normalfall erreicht Beton nach 28 Tagen seine Normfestigkeit.

Schritt 6: Die Abdichtung auftragen

Die Trocknungszeit beträgt etwa eine Woche. Im Anschluss sollte die Oberfläche des Fundaments abgedichtet werden, um sie vor Feuchtigkeit sowie Sickerwasser zu schützen. Dafür eignen sich Dichtungsschlämme, die mit sauberem Leitungswasser vermengt werden. Am leichtesten kann man die Schlämme mit einer Bohrmaschine und einem Rührquirl mit einer niedrigen Drehzahl anmischen.

Nachdem die Masse verrühren worden ist, soll sie für ein paar Minuten „reifen“, damit das Wasser mit den Inhaltsstoffen der Schlämme reagieren kann. Danach sollte man die Masse noch einmal kurz umrühren und diese dann mit einem Quast auf die Oberfläche des Betons auftragen. Nach dem Erhärten der ersten Schicht wiederholt man diesen Schritt einen Tag später.

Nach 28 Tagen ist das Betonfundament vollständig ausgehärtet und belastungsfähig. Zuletzt kann eine Gartenmauer, ein Gabionenzaun etc. auf dem fertigen und stabilen Streifenfundament ausgebaut werden. Damit lassen sich schwere Lasten auf sicherem Boden aufbauen.