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Das Punktfundament

Ein Fundament bildet die Basis eines Gebäudes. Ein Punktfundament ist ein einzelnes und punktuell ausgerichtetes Fundament, das auch aus einer ganzen Sammlung von Punkten bestehen kann, welches das Gewicht des darauf gebauten Bauwerks in den Boden ableiten und das Bauwerk stabilisieren soll. Das Punktfundament wird auch als Einzelfundament bezeichnet und wird meist aus Beton gegossen.

Im Vergleich zum Streifenfundament oder einer Bodenplatte müssen Einzelfundamente keine Zugkräfte aushalten. Dazu ist das Fundament so ausgerichtet, dass es keinen schweren Mauern, sondern Pfosten aus Eisen oder Holz als Untergrund dienen kann. Ebenso können gemauerte Eckpfosten einer Gartenmauer oder Schornsteine auf einem Punktfundament platziert werden.

Es eignet sich sogar für Carports und Terrassenüberdachungen. Ein Punktfundament lässt sich Schritt für Schritt selbst ausbauen. Zum Errichten dieses Fundaments muss man einige wichtige Aspekte beachten.

Die Planung eines Punktfundaments

Schritt 1: Den Standort festlegen

Um das Fundament errichten zu können, sollte man sich bereits zu Anfang bei den dafür zuständigen Ämtern erkundigen, ob man das Bauvorhaben nach seinem Wunsch umsetzen darf. Nachdem der geeignete Standort festgelegt ist, sollte man sich mit der Länge, Breite und Tiefe des geplanten Fundaments auseinandersetzen.

Schritt 2: Die geeignete Fläche abstecken

Zuerst wird die gewünschte Fläche ausgemessen und abgesteckt. Dazu sollte man zuzüglich noch 20 cm Arbeitsraum hinzurechnen. Zum Abspannen der Fläche eignet sich eine Maurerschnur. Dabei sollte auf den rechten Winkel geachtet werden, wofür sich ein Bauwinkel eignet. Zur Sicherheit sollten noch einmal die Diagonalen bezüglich ihrer Länge ausgemessen werden. Wenn sie gleich lang sind, sollten alle Ecken einen 90° Winkel aufweisen.

Schritt 3: Den Untergrund markieren

Mit einem Markierungsspray sollte der Verlauf des Fundaments entlang der Maurerschnüre auf den Boden gesprüht werden. Danach sollten die Maurerschnüre von der Fläche entfernt werden.

Schritt 4: Das Gefälle prüfen und ausgleichen

Nun soll geprüft werden, ob der Boden ein Gefälle hat, wofür man eine Wasserwaage verwendet und diese waagerecht am höchsten Punkt des geplanten Fundaments ansetzt. Danach misst man den Abstand jeder Ecke zum Boden. Nach diesem Schritt trägt man auf der gesamten Fläche etwa 10-15 cm vom Boden ab und gleicht das Gefälle aus, indem man am höchsten Punkt mehr vom Boden abträgt als vom niedrigsten Punkt.

Schritt 5: Einen Schalungsrahmen bauen

Im nächsten Schritt werden Schalungsrahmen die für die Fundamente gebaut: 10 cm hoch und innen 30 × 30 cm groß. Zwei Schalbretter sollten auf beiden Seiten überstehen, damit der Rahmen später nicht in das Loch des Fundaments fällt. Die Bretter werden mit Nägeln und Schrauben verbunden.

Schritt 6: Positionen markieren

Nun werden die Positionen der Fundamente markiert. Die Fundamentpositionen sollten gleichmäßig und mit gleichem Abstand zueinander verteilt werden. Mit dem Markierungsspray sollte die Position der Rahmen auf dem Boden entlang der Innenkanten markiert werden.

Schritt 7: Die Löcher ausheben

Die einzelnen Löcher sollten 70 cm tief ausgehoben werden. Mit der 10 cm hohen Schalung beträgt die Gesamttiefe 80 cm, damit das Fundament vor Frost geschützt ist.

Schritt 8: Den Schalungsrahmen ausrichten

Die Schalungsrahmen werden mit der Wasserwaage zueinander ausgerichtet. Alle Rahmen sollen in der Flucht bleiben.

Schritt 9: Das Betonieren

Zuerst wird Beton erdfeucht angemischt und bis knapp unter die Schalung in die Löcher gefüllt. Der Beton sollte gut durchgestochert werden, damit Luftblasen aufsteigen und entweichen können. Mit der Richtlatte sollte noch einmal geprüft werden, ob alle Rahmen sauber ausgerichtet sind.

Wenn nicht, werden sie mit beton unterfüttert. Dann werden die Rahmen ausbetoniert und der Boden noch einmal gut durchgestochert. Der Beton wird abschließend sauber abgezogen und kann trocknen.

Schritt 10: Die Schalungsrahmen entfernen

Wenn der Boden trocken ist, werden alle Schalungsrahmen entfernt. Dafür zieht man sie nach oben ab und nimmt notfalls einen Hammer zur Hilfe. Um eine saubere Oberfläche des Gesamtfundaments zu bilden, werden die Zwischenräume im Boden mit Kies oder Schotter verfüllt. Damit ist der Bau des Punktfundaments abgeschlossen.