Das Plattenfundament

Ein Plattenfundament ist meist ein gegossenes und vollflächig verlegtes Fundament, welches für höhere Gebäude und auch bei einem Gartenhaus eingesetzt werden kann. Um ein Plattenfundament zu errichten, benötigt man eine Anleitung mit der sich das Fundament Schritt für Schritt aufbauen lässt.

Der Aufbau eines Plattenfundaments

Schritt 1: Einen geeigneten Standort festlegen

Um ein Plattenfundament errichten zu können, sollte man sich bereits im Voraus bei den dafür zuständigen Ämtern informieren, ob man das Bauvorhaben umsetzen darf. Wenn der Standort für das Fundament festgelegt worden ist, sollte man die Länge, Breite und Tiefe, die abhängig von der vorhandenen Materialmenge ist, ausmessen.

Schritt 2: Die Fläche für die Errichtung abstecken

Zuerst wird die Fläche ausgemessen und abgesteckt, wobei man noch 20 cm Arbeitsraum dazu rechnen sollte. Die Fläche sollte mit einer Maurerschnur umspannt werden. Ein Bauwinkel hilft dabei den rechten Winkel zu finden. Zur Sicherheit sollte man noch einmal alle Diagonalen ausmessen und prüfen, ob sie gleich lang sind. Wenn dem so ist, müssten alle Ecken einen 90° Winkel aufweisen und man kann mit dem nächsten Schritt beginnen.

Schritt 3: Den Untergrund markieren

Um den Untergrund markieren zu können, benötigt man ein Markierungsspray. Mit diesem Spray sprüht man den Verlauf des Fundaments entlang der Maurerschnüre auf den Boden. Danach kann man die Maurerschnüre entfernen.

Schritt 4: Das Gefälle prüfen

Damit man ein Gefälle ermitteln kann, muss man eine Richtlatte mit Wasserwaage waagerecht am höchsten Punkt des geplanten Fundaments ansetzen. Danach sollte man an jeder Ecke den Abstand zum Boden messen. Der größte gemessene Höhenunterschied bestimmt zusätzlich die Höhe der Randsteine.

Schritt 5: Den Untergrund herstellen

In diesem Schritt wird der Fundamentgraben über der gesamten Grundfläche ausgehoben. Die Randsteine werden später auf eine 10 cm hohe Kies- oder Schotterschicht gesetzt. Diese müssen an der Bergseite etwas über das Bodenniveau heraus ragen, weshalb der Fundamentgraben tief genug sein muss.

Schritt 6: Das Ausheben des Fundamentgrabens

Zum Ausheben können eine Hacke, ein Spaten oder eine Schaufel verwendet werden. Sollte die Fläche zu groß sein, kann man auch einen Mini-Bagger in Erwägung ziehen.

Schritt 7: Nachprüfen nach dem Ausheben

Im Nachhinein sollte noch einmal überprüft werden, ob der Fundamentgraben in jeder Richtung waagerecht ist.

Schritt 8: Die Verdichtung

Der Boden im Fundamentgraben muss (am besten mit einer Rüttelplatte) verdichtet werden, damit das Fundament im folgenden Verlauf nicht absinkt.

Schritt 9: Schotter verteilen

Der Graben sollte knapp 10 cm hoch mit Schotter befüllt werden und mit einem Rechen gleichmäßig verteilt sowie mit der Rüttelplatte verdichtet werden.

Schritt 10: Die Randsteine setzen

Als erstes werden die Maurerschnüre mit den tatsächlichen Fundamentmaßen wieder aufgespannt. Die Höhe sollte an die der obersten Randsteine angepasst werden. Die Diagonalen sollten noch einmal geprüft werden.

Schritt 11: Das Betonieren

Der Trockenbeton sollte erdfeucht gemischt werden und auf der Schotterschicht aufgebracht werden und zwar an der Stelle, wo die Randsteine später stehen sollen. Der Beton sollte gleichmäßig verteilt werden.

Schritt 12: Die Verschalung des Fundaments

Bei der Anbringung der Randsteine sollte auf einen Gummihammer zurückgegriffen werden. Die Steine sollten waagerecht und lotrecht ausgerichtet werden.

Schritt 13: Die Betonkeile anbringen

Betonkeile werden innen und außen an den Randsteinen angebracht, damit sie stabil stehen. Die Keile sollten etwas Fugenabstand haben.

Schritt 14: Die letzten Randsteine

Wahrscheinlich muss der letzte Randstein jeder Reihe mithilfe eines Winkelschleifers gekürzt werden. Die letzten Randsteine werden genauso wie die anderen in den Fundamentboden gesetzt. Nachdem alle Steine gesetzt sind, lässt man den Beton einen Tag lang trocknen.

Schritt 15: Innenraum verfüllen

Am nächsten Tag füllt man den Innenraum des Fundaments erneut mit 10 cm Schotter. Dann fällt man den Schotter lagenweise nach, aber immer nur 10 cm, da eine Rüttelplatte nicht mehr auf einmal schafft.

Schritt 16: Den Pflastersplitt auffüllen

Wenn die erforderliche Schotterschicht erreicht worden ist, füllt man den Boden mit einer etwa 5 cm dicken Schicht Pflastersplitt auf.

Schritt 17: Die letzten Aufgaben

Folgend sollte man aus zwei unterschiedlich langen Richtlatten eine Abziehlehre bauen und diese im Splittbett befestigen und die letzten Löcher mit Splitt auffüllen. Daraufhin kann man die Terrassenplatten verlegen.

Schritt 18: Der Einsatz von Fugensand

Zum Schluss wird Fugensand zwischen die Platten gekehrt und dieser Schritt dann zwei oder drei Tage später noch einmal wiederholt.