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Dachbegrünung selber gemacht – natürlich und schön

Die Dachbegrünung sieht nicht nur wahnsinnig schön aus, sondern nutzt sogar der Umwelt. Mit den passenden Grundlagen kann die Begrünung auf dem Dach auch selbst gemacht werden. Dabei gibt es jedoch einige Dinge, die in jedem Fall beachtet werden sollten. Bei der Dachbegrünung handelt es sich um das aktive und passive Bepflanzen von Dächern. Viele Menschen entscheiden sich beispielsweise dafür ihr Flachdach zu begrünen. Man spricht von einer Form der Bauwerksbegrünung.

Eine Baugenehmigung ist in der Regel für Dachbalkone und begehbare Terrassen notwendig, denn hier müssen meist bestimmte Grenzabstände eingehalten werden. Nicht genehmigungspflichtig sind meist extensive Dachbegrünungen. Doch worauf muss dabei genau geachtet werden und wie kann die Begrünung selbst gelingen?

Die Dachbegrünung

Wenn es wieder wärmer wird und die Gartensaison beginnt, denkt der eine oder andere vielleicht an eine Dachbegrünung. Dabei gibt es die Möglichkeit einer extensiven und einer intensiven Variante. Welche Variante geeignet ist, hängt vor allem von der Statik des Hauses ab. Wie viel Gewicht kann das Dach tragen? Dies muss zuvor von einem Architekten abgeklärt werden.

Wer ein besonders tragfähiges Gebäude hat, kann sich auch eine Intensivbegrünung entscheiden. Damit ist eine Bepflanzung mit Gräsern, Stauden und sogar kleinen Bäumen gemeint. Diese können bis zu 40 Zentimeter hoch sein.

Auf den Dachaufbau kommt es dabei also an, für welche Variante man sich entscheiden kann. Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand: So reinigen die Pflanzen beispielsweise die Luft von sämtlichen Schadstoffen und können im Winter sogar die Heizkosten ein wenig einsparen, denn die Begrünung wirkt wie eine Dämmung auf dem Dach.

Übrigens können nicht nur Flachdächer, sondern auch Schrägdächer, die eine Neigung von bis zu 45 Grad aufweisen, mit einer wundervollen Begrünung versehen werden.

Dachbegrünung selbst machen

Die meisten Menschen, die mit dem Gedanken spielen, eine Dachbegrünung selbst anzulegen fragen sich, welche Pflanzen infrage kommen. Dabei eignen sich vor allem wasserspeichernde Pflanzen wie zum Beispiel Mauerpfeffer, Steinbrech oder Hauswurz. Bei einer intensiven Begrünung können auch Ziergräser, Lavendel, Thymian oder Fingerkraut verwendet werden, die für einen betörenden Duft sorgen.

Natürlich benötigt die Grünfläche auf dem Dach, so wie ein normaler Garten auch, regelmäßige Pflege. Dies bedeutet, dass man die Pflanzen mindestens viermal pro Woche im ersten Monat gießen muss. Danach ist die Begrünung jedoch sehr pflegeleicht. Der Regen sorgt dann für das Gießen. Doch auch zweimal im Jahr sollte das Unkraut gejätet werden.

Ein eigenes Bewässerungssystem ist in der Regel nur dann notwendig, wenn man sich für eine intensive Variante entschieden hat, mit Pflanzen, die oft Wasser brauchen und der Zugang zum Dach nur schwer möglich ist, um händisch gießen zu können.

Der Aufbau

Begrünung auf dem Dach besteht meist aus mehreren Lagen. Die erste Lage ist dabei meist eine Vliesschicht, auf welcher eine wasserdichte Schutzfolie liegt unter Umständen liegt auf ihr nochmals eine spezielle Wurzelschutzfolie.

Die nächste Lage ist die sogenannte Speichermatte mit Drainageschicht. Sie dient zur Wasserspeicherung und zur Wasserableitung. Auf die Drainage wird wieder ein Vlies gelegt. Das Vlies verhindert, dass ausgewaschene Partikel aus der Substratschicht, die darüber gelegt wird, verstopfen.

Die Substratschicht ist speziell für die Dachbegrünung gemischt und ist besonders durchlässig und leicht. Oft besteht sie aus Bims und Lava und wird mit Humus gemischt. Die letzte Schicht ist die eigentliche Pflanzenschicht.

Naturnaher Trend

Immer mehr Menschen entscheiden sich ganz bewusst für eine Dachbegrünung. Sie ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für uns Menschen, denn sie reinigt die Luft von Schafstoffen. Außerdem sieht sie wahnsinnig gut aus. Wer sein Dach mit Pflanzen verschönern will, findet heute viele Möglichkeiten. Geachtet werden muss dabei jedoch stets auf die Statik des Hauses. Diese sollte zuerst einmal von einem Architekten genau abgeklärt werden.

Nicht immer muss man sich für die Arbeit an einen Profi wenden, denn auch selbst, kann das Projekt Dachbegrünung mit ein paar nützlichen Tipps und Tricks durchaus gelingen und das Ergebnis bringen, das man sich wünscht.