Buchsblättrige Berberitze – eine heimische Heckenpflanze

Die Buchsblättrige Berberitze wird gerne als Alternative zum weithin bekannten und beliebten Buchsbaum gepflanzt. Gründe dafür sind, dass sie sehr anspruchslos und pflegeleicht und weniger anfällig für Krankheiten ist, als der Buchs.

Sie ist immergrün und kann eine Wuchshöhe von bis zu drei Metern erreichen. In den meisten Fällen bleibt sie allerdings kleiner. Ein besonderes Merkmal zeigt sich auf den jungen Trieben: sie sind behaart. Die Rinde der Pflanze ist hellbraun bis gelb, manchmal auch grau und besitzt kleine Risse und schwarze Punkte. Des Weiteren sind die Äste mit Dornen versehen, die bis zu 45 Millimeter lang werden können.

Blätter, Blüten und Frucht

Die Blätter der Buchsblättrigen Berberitze weisen Ähnlichkeiten zum Buchs auf, sie sind elliptisch geformt und haben eine ledrig Oberfläche. Sie können bei manchen Arten bis zu 40 Millimeter lang und 15 Millimeter breit werden.

Die Buchsblättrige Berberitze bildet in den meisten Fällen eine einzelne Blüte aus. In seltenen Fällen entwickelt sie auch Dolden, die aus bis zu drei Blüten bestehen. Die Farbe der Blüten ist gelb bis orange.

Aus der Blüte entwickeln sich als Frucht dunkelblaue bis schwarze Beeren mit einem Durchmesser von bis zu 11 Millimetern. Sie enthalten jeweils ein bis zwei schwarze Samen. Die Früchte der Pflanze sind essbar. Sie können beispielsweise zu Marmelade verarbeitet werden, des Weiteren wird ihnen eine Heilwirkung zugeschrieben.

Herkunft

Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem südlichen Teil Südamerikas und blüht von Chile über Feuerland bis hin nach Argentinien in den Monaten von August bis März. Ihre Früchte bildet sie von Dezember bis März aus.

Die Buchsblättrige Berberitze im heimischen Garten

Die Buchsblättrige Berberitze eignet sich im Garten ganz besonders gut als Alternative zu laubabwerfenden Hecken, da sie sehr gut mit Störungen und Eingriffen in die Natur klar kommt und an einem von Menschen geprägten Standort wachsen kann. Deshalb ist sie zum Beispiel oft an Straßenrändern zu finden.

Die Buchsblättrige Berberitze kommt in unseren Breitengraden vor allem in zwei Formen vor:

Die Berberis buxifolia „Nana“ wird schon seit Mitte der 1860er Jahre kultiviert, um sie im Garten- und Landschaftsbau vor allem als Bodendecker einzusetzen. Diese Art der Pflanze weist eine sehr langsame Wuchsgeschwindigkeit auf und wird nicht höher als einen halben Meter. Dornen und Blüten bildet sie normalerweise nicht aus.

Die Berberis antoniana, eine Züchtung aus Irland hingegen, kommt als kleiner Strauch vor. Die Pflanzenart kann daher ähnlich dem Buchs für die Pflanzung kleiner Hecken verwendet werden. Sie bildet so gut wie keine Dornen aus, blüht selten bis gar nicht und wächst sehr langsam. Sie bleibt also klein und eignet sich vor allem aufgrund ihrer Blickdichte als Hecke.

Bodenbeschaffenheit, Schnittverträglichkeit, Gießen und Düngen

Die ideale Bodenbeschaffenheit für die Buchsblättrige Berberitze sind kalkhaltige Böden. Die Pflanze stellt sonst keine besonderen Ansprüche an ihren Standort. Sie mag genauso gerne Sonne wie auch den Schatten, ist sogar winterhart und ist in der Schnittverträglichkeit sehr unempfindlich und einfach zu handhaben.

Es wird empfohlen bei der Pflanzung einen ersten Pflanzschnitt vorzunehmen. Danach sind normalerweise keine weiteren Schnitte nötig. Bei Bedarf kann die Pflanze beliebig weit zurückgeschnitten werden, damit sie ihre Krone neu aufbaut. Berberitzen treiben normalerweise immer wieder neu aus, auch aus alten Ästen.

Was das Gießen und Düngen der Pflanze angeht, so sind Berberitzen auch hier ganz besonders pflegeleicht. Dünger wird normalerweise keiner benötigt, auch auf das zusätzliche Gießen kann verzichtet werden, sobald sich die Pflanze gut verwurzelt hat. Empfohlen wird nur eine Abdeckung des Bodens über der Pflanze mit Rindenmulch, um die Erde feucht zu halten und Unkraut am Wachsen zu hindern.