Terrassenüberdachungen und Wandmontage

Wenn die Terrasse bei jedem Wetter genutzt werden soll, braucht sie ein Dach. Bei der Montage des Daches ist es nicht von Bedeutung, ob es nachträglich oder gleich beim Bau einer neuen Terrasse gebaut werden soll. Die Planung und die Schritte sind recht gleich.

Die ersten Schritte der Planung

Zu Anfang sollte sich der Terrassenbesitzer Gedanken darüber machen, mit welchen Materialien das Dach gebaut werden soll. Soll das Dach mit Glas gedeckt werden, empfiehlt sich eine Unterkonstruktion aus Aluminium oder Edelstahl. Auch bei Dachziegeln sollte das tragfähigere Gerüst gewählt werden. Bei Kunststoff reicht meist Leimholz als tragendes Element.

Der zweite Schritt ist das Ausrechnen des Dachgefälles. Hierbei sollte der Wandabschluss genügend Abstand zum Hausdach besitzen, damit das Terrassendach auch hier befestigt werden kann. Eine Dachneigung von 5% ist für den Wasserablauf ideal für das Terrassendach. Das bedeutet, dass die Wandbefestigung circa 9 cm je Meter Dach höher liegen sollte als die Unterkante am Ende der Terrasse.

Die Befestigung an der Hauswand

Hier gibt es zwei Prinzipien für den Wandabschluss. Die erste richtet sich nach den Stützen an der gegenüberliegenden Seite. Je Stütze auf der Außenseite wird auch am Haus eine Stütze an der Hauswand befestigt. Eine Längstlattung verbindet die tragenden Stützen und eine weitere Querlattung stützt das Dach. Wenn breite Fenster und die Tür dafür keinen Raum lassen, kommt nur Lösung zwei in Frage.

Der Wandabschluss muss horizontal an der Wand befestigt werden. Auch hier ist auf das Gefälle für den Wasserablauf zu achten. Hierfür wird ein Balken oder eine Metallschiene parallel zum Dach an die Hauswand montiert. Hierauf werden dann die Querlattung und Längslattung befestigt.

Der Bauherr sollte bei der Anzahl der Dübel davon ausgehen, dass die Hälfte des Gewichtes, also Dach und Schneelast, hier getragen werden muss. Ausnahmsweise gilt hier: viel hilft viel. Lieber ein paar Verankerungen zu viel als zu wenig.

Die statischen Unterschiede

Bei einer senkrechten Verankerung am Haus wird die Last des Daches nach unten abgeleitet. Schließen die Träger mit dem Boden ab oder sind sogar zusätzlich im Boden verankert, wird die Last komplett nach unten abgeleitet. Die Hauswand dient lediglich als fixierende Stütze. Bei den horizontalen Trägern muss die Hauswand die zusätzliche Dachlast aufnehmen und nach unten leiten.

Im Zweifelsfall ist der Rat vom ortsansässigen Fachbetrieb oder Dachdecker nötig. Der Berater vom Fachbetrieb kann die Statik so ungefähr abschätzen und seine Empfehlung für den Wandabschluss abgeben.