Carports mit Satteldach oder Pultdach? Vor- und Nachteile

Wer vor dem Kauf eines neuen Carports steht, muss vorab entscheiden, welche Dachform das neue Zuhause des Fahrzeugs haben soll. Die gängigsten Varianten sind neben dem klassischen Flachdach das Pultdach und das Satteldach.

Doch welche Dachform ist die beste Lösung und welche Vor- und Nachteile haben die unterschiedlichen Modelle?

Carports

Autos, die das ganze Jahr über im Freien stehen, rosten schneller, müssen öfter gewaschen werden und sind zudem Umwelteinflüssen wie Hagel oder Schnee schutzlos ausgeliefert. Eine kostengünstige Lösung, um den Pkw besser vor diesen Gefahren zu schützen, ist ein Carport. Im Gegensatz zu traditionellen Garagen können Carports auch ohne Baugenehmigung beinahe überall einfach und schnell aufgestellt werden.

Sie werden meist aus Holz, Stahl oder Aluminium hergestellt und sind in unterschiedlichen Größen und Bauformen sogar im Baumarkt erhältlich. Eine weitere Stärke von Carports ist ihre flexible Gestaltungsmöglichkeit, sodass auch ein kleiner Schuppen für den Rasenmäher oder andere Gartengeräte problemlos in den Carport integriert werden kann und auch die Errichtung einer Solaranlage auf einem Dach ist heutzutage keine Seltenheit mehr.

Vor der Errichtung eines Carports müssen jedoch die Anforderungen an den neuen Satteldachcarport klar erfasst werden. Die Dachform ist dabei eines der wichtigsten Kriterien.

Pultdächer

Das Pultdach ist eine gute Alternative zu klassischen Flachdächern. Es ist weitaus weniger aufwändig im Aufbau als beispielsweise ein Satteldach und besitzt in der Regel eine Neigung von 7° bis 25° Grad. Im Gegensatz zu einem Satteldach kann es nicht nur frei stehend aufgestellt werden, sondern eignet sich auch zum direkten Anbau an ein Wohnhaus.

Pultdach Vorteile und Nachteile
Pultdach Vorteile und Nachteile

Merkmale des Pultdachs

Die Neigung des Pultdachs ist nur einseitig. Daher können Carports mit dieser Dachkonstruktion leicht an bestehende Haupthäuser angebaut werden. Durch die Neigung des Daches kann auch das Wasser besser abfließen. Pultdächer können zudem begrünt werden und auch die Montage einer Solaranlage stellt für gewöhnlich kein Problem dar, sofern das Dach über eine Südausrichtung verfügt.

Die Dächer können überdies nach Belieben eingedeckt werden. Eine kostengünstige Alternative zu Tonpfannen oder Bitumenschindeln ist beispielsweise Wellblech, welches einfach und ohne professionelle Dachdecker angebracht werden kann.

Vorteile von Pultdächern

Pultdächer eignen sich sowohl für Einzelcarports, als auch für Reihencarports. Die Verlängerung des Daches kann zudem zur Überdachung von Terrassen oder Eingängen genutzt werden. So wird man auch bei schlechtem Wetter auf dem Weg vom Fahrzeug zur Haustür nicht nass. Zudem ist es möglich, das Dach mit Kies aufzufüllen oder zu begrünen.

Nachteile eines Pultdachs

Die größten Nachteile eines Pultdachs ergeben sich aus dem geringen Neigungswinkel. Dadurch ist die Angriffsfläche für Regen und Schnee besonders groß. Beim Bau eines Carports mit Pultdach ist daher besonderer Wert auf eine gute Dämmung und Dichtung zu legen und auch die größere Hitzeentwicklung im Sommer sollte bei der Entscheidung für diese Dachform nicht außer Acht gelassen werden.

Satteldächer

Satteldächer sind ein optisches Highlight, passen jedoch nicht zu jedem Wohnhaus und können auch nicht an ein bestehendes Haupthaus angebaut werden. Die aufwändigen Dächer sind zudem meist teurer als Flachdächer und auch anspruchsvoller in der Wartung.

Satteldach Vorteile und Nachteile
Satteldach Vorteile und Nachteile

Merkmale des Satteldachs

Der Aufbau eines Satteldachs ist komplex und kann für gewöhnlich nur von einem Fachmann durchgeführt werden. Damit sich ein Satteldach perfekt in die Landschaft integriert, empfiehlt es sich, Materialien zu verwenden, die in der Umgebung vorkommen. Die Dacheindeckung sollte daher mit dem Dach des Haupthauses zusammenpassen.

Vorteile eines Satteldachs

Satteldächer können als Gründachcarport oder auch mit einer Solaranlage errichtet werden, wobei besonders bei begrünten Dächern eine Neigung von 15° Grad nicht überschritten werden sollte. Die Dächer sind im Allgemeinen eine überaus elegante Lösung, wobei sie mit einer Vielzahl unterschiedlicher Materialien eingedeckt werden können. So eignen sich Profilblech ebenso wie Ziegel, Tonschindeln, Bitumenschindeln oder Schiefer. Möchte man dem Dach noch mehr Exklusivität verleihen, so kann das Unterdach mit Holzbrettern verkleidet werden.

Nachteile eines Satteldachs

Satteldächer sind kostenintensiver, aufwendiger im Aufbau und können nur frei stehend errichtet werden. Auch die Wartung der Dächer ist über die Jahre gesehen meist aufwendiger als die Wartung eines normalen Flachdachs.

Das beste Carportdach gibt es nicht. Die Wahl des richtigen Dachs hängt immer von den eigenen Ansprüchen, den gewünschten Maßen, den örtlichen Gegebenheiten, dem Budget und dem persönlichen Geschmack des Eigentümers ab.